Peroneusparese

Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung

Leonardo da Vinci

Peroneusparese / Fußheberschwäche

Trainingskonzept bei Peroneusparese im Seitenvergleich, mit 2 Single oder dem Double Gerät.

                       Bewegung geht dahin, wo der Reiz der Druck herkommt.

Der Ischiasnerv ist der längste und dickste Nerv(im Hüftbereich ist er fingerdick)am menschlichen Körper. Er verläuft von der Lendenwirbelsäule(LWS) hinten am Bein herunter und versorgt/innerviert mit seinen Ausläufern die Zehen-, Fuß-, Schienbein- und Wadenbeinmuskulatur, also auch die Fußhebermuskulatur.

Da das Beschwerdebild der Peroneusparese eine Nervenschädigung ist, wird die Muskulatur ungenügend mit Nervenimpulsen versorgt/innerviert. Es kann somit zur Fußheberschwäche, zum Steppergang, zum Stolpern, zum Umknicken(Supinationstrauma)im Fußgelenk führen.

Ein Nerv heilt am Tag ca. 1 mm, darum ist Geduld erforderlich. Solange üben, damit der geheilte Nerv eine gute Muskulatur vorfindet. Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Peroneusl%C3%A4hmung

Wahrnehmung, Propriozeption von der nicht betroffenen Seite, zur betroffenen Seite leiten:

Ist die Wahrnehmung, die Propriozeption, die Muskelkraft an der betroffenen Seite gestört, kann mit der nicht betroffenen Seite, dort wo die Wahrnehmung, die Propriozeption, die Muskelkraft nicht gestört ist und richtig empfunden wird, die Bewegung korrekt wahrgenommen werden.
Ist der Bewegungsablauf die Sensibilität von der nicht betroffenen Seite wahrgenommen, kann sie auf die betroffene Seite kopiert werden. Durch das trainieren mit der nicht betroffenen Seite, kann ein überfließen der Nervenstimulation zur betroffenen Seite erreicht werden.
So kann durch das „Trainingskonzept von der nicht betroffenen Seite zur betroffenen Seite trainieren“ die betroffene Seite von der nicht betroffenen Seite lernen.

Durch Irradiation oder Overflow = PNF – Trainingskonzept kann ein Überfließen von Nervenimpulsen von der nicht betroffenen Seite, zur betroffenen Seite erreicht werden.

Über die Sensibilität, der Wahrnehmung kann der Bewegungsablauf von der nicht betroffenen Seite erlernt und kann übertragen werden auf die betroffene Seite.

Durch das Erlernen der Propriozeption, des Bewegungsablaufes, der Hautspannung, der Muskelspannung, dem Druck unter der Ferse sowie dem Druck auf dem Spann kann die Bewegung des Körperteils(z. B. des Fußes)dahin gehen, wo der Druck der Reiz herkommt.

Die Hebevorrichtung, das Gewicht des „Ginten Hand- und Fußtrainingsgerätes“, liegt auf dem Spann. Dadurch kann die Fußhebermuskulatur und seine Synergisten(Muskeln die an der Bewegung beteiligt sind):

Tibialis anterior=Fußhebermuskel(vorderer Schienbeinmuskel)

Extensor Hallucis longus und brevis = Großzehenhebermuskeln

Extensor Digitorum longus und brevis = Kleinzehenhebermuskeln

Peroneus longus und brevis = langer und kurzer Wadenbeinmuskel

gereizt werden anzuspannen und den Fuß zu heben.

Vor jedem Training sollte die Wadenmuskulatur gedehnt werden, es kann eine bessere Dorsalextension bewirken(Anheben der Fußspitze).

 

Durch das Training im Seitenvergleich, mit zwei Single Geräten oder einem Duo Gerät, nach dem Overflow Prinzip von der nicht betroffenen, zur betroffenen Seite kann ein Überfließen der Nervenimpulse erreicht werden.

Dabei soll im Verhältnis ca. 1:10 trainiert werden, ohne die Position oder das Gewicht zu verändern. So wird die Wahrnehmung nicht gestört oder unterbrochen.

 

Erklärung:Verhältnis 1:10 bedeutet:

Die nicht betroffene Seite wird im Verhältnis von ca. 1:10 öfter wahrgenommen, empfunden, bewegt. Dadurch kann die Sensibilität/Wahrnehmung über die Sinne geschult werden, sodass die Bewegung / Propriozeption auf die betroffene Seite übertragen werden kann.

Bei einer starken Peroneusparese wird anfänglich jeder Bewegungsablauf, (Heben, Halten, langsames und bewusstes Senken, Pause)die Wahrnehmung durch Visualisierung, also in Gedanken, ohne den betroffenen Fuß zu bewegen, durchgeführt.

Die Visualisierung der betroffenen Seite sollte genau so lange dauern, wie die Zeit die erforderlich war, um den nicht betroffenen Fuß zu heben, zu halten, zu senken und pause. So, dass immer ein Fuß mit der Fußsohle auf der Grundplatte 2 des „ Double Ginten Hand- und Fußtrainingsgerätes“ steht, damit dem Nervensystem und auch der Muskulatur die erforderliche Erholung gegeben wird.

 

Vorteile mit dem„Double Ginten Hand- und Fußtrainingsgerätes“zu üben sind:

Je nach vorhandener Muskelkraft auf zulegende Gewichte.
Getrenntes, unabhängiges Bewegen der Füße im Sitzen.
Die Wahrnehmung wird nicht gestört oder unterbrochen.
Die betroffene Seite kann öfter/länger eine Pause einlegen, Verhältnis 1:10.
Es kann eine Überbelastung des Nerv-, Muskelsystems vermieden werden.
Steppergang, Umknicken, Stolpern oder Fallen kann vermieden werden.
Durch eine Nebentätigkeit, z. B. lesen, kann eine längere Pause eingelegt werden.
In der Pause kann an der Rückseite des Sockels die Wadenmuskulatur gedehnt werden.
Separates Bewegen des Fußes in 4 Bewegungsrichtungen. (Fuß gerade-, äußerer Fußrand-, innerer Fußrand anheben, Zehen beugen und anheben, siehe Video auf der Homepage)
Zur Spiegeltherapie geeignet ( www.Spiegeltherapie.com)

Steigerung des Trainings am „Double Ginten Hand- und Fußtrainingsgerät“ :

Das Verhältnis 1:10 verändern, auf z. B. 1:5, bis hin zu 1:1
Durch Auflegen höherer Gewichte
Durch fließendere und schnellere Wiederholungen
Durch Verkürzen der Pausen

Aktive Übernahme der trainierten Fußhebermuskelkraft:

Dehnen der Wadenmuskulatur, Zehenstand und Fersenstand ist leichter im Bewegungsbad, auch einzeln links / rechts im Wechsel Einbeinstand, Koordination und Balance Übungen Gehschule, Kreiselübungen oder Schaukelbrett. Bewusstes gehen, auch mit der betroffenen Seite. Im Alltag darauf achten, wie man geht; wie die Füße abrollen, wie die Zehen abstoßen, wie auch der äußere Fußrand angehoben wird. Beim Fahrrad fahren den Vorfuß auf die Pedale setzen und bewusst die Plantarflexion (mit der Fußsohle Richtung Fußboden drücken, die Zehen beugen) durchführen. Es werden so die Wadenbeinmuskeln (Peroneus brevis und longus) trainiert, die auch den äußeren Fußrand anheben. (Verhältnis 1:10 beachten) Kniependelübungen mit Gewichten am Fuß, evtl. an der betroffenen Seite weniger Gewichte Wadenbeinmuskeln (Peroneus longus und brevis) aus Seitenlage trainieren. Trendelenburg > http://de.wikipedia.org/wiki/Trendelenburg-ZeichenDuchenne > s. wie vor (zur Prävention von Folgeschäden)

Trainingskonzept bei Peroneusparese nach den 3 Funktionen des Ischiasnerves.

Das Beschwerdebild der Peroneusparese / Fußheberschwäche kann deshalb so groß, weil der Ischiasnerv 3 Funktionen hat.

1. Vegetativ       2. Sensibel     3. Motorisch

Fallen diese 3 Funktionen auch nur teilweise aus, kann es zu folgenden Störungen kommen:

 

1. Vegetativ= Durchblutungsstörungen, können verbessert werden durch:

38° warme Fuß-, Unterschenkelbäder (auf die Temperatur achten, wegen den Missempfindungen)

Fangopackung, am Fuß und um den Unterschenkel (auf die Temperatur achten)

Massage, des Fußes und des Unterschenkels

„Ginten Hand- und Fußtrainingsgerät“, aktive Bewegung, auch über die nicht betroffene Seite

 
2. Sensibel = Wahrnehmungsstörungen / Missempfindungen / Parästhesien siehe ( www.wikipedia.de)

       > Sensilibitäts-, Wahrnehmungstraining im Seitenvergleich(wichtig)von der nicht betroffenen Seite zur betroffenen Seite, durch:
Klopfungen, Bürstungen,(Naturhaarbürste)im Verlauf der Fußhebermuskeln

Reizungen durch Gegenstände: spitz, stumpf, rau, glatt, warm, kalt

Eislolli Abreibungen, zur Stimulation

Elektrostimulation der Fußhebermuskulatur an der betroffenen Seite

„Ginten Hand- und Fußtrainingsgerät“, aktive Bewegung, auch über die nicht betroffene Seite       ( www.Spiegeltherapie.com )

 

3. Motorisch = Fußheberschwäche >Willentliches bewegen der Muskulatur> Kraft-, Ausdauer-, Schnelligkeit und Koordinationstraining.

Überbelastung vermeiden(kann zu neuromuskulären Schädigung, z. B. Steppergang, Schmerzen führen)

„Ginten Hand- und Fußtrainingsgerät“, siehe Vorteile

Aktive Übernahme, siehe:Trainingskonzept bei Peroneusparese im Seitenvergleich

Sensomotorisches Training = Zusammenspiel von Sinnesorganen(Rezeptoren)und Muskeln (Effektoren)

Doppelfunktion der Schienbein- und Wadenbeinmuskulatur:

Da dieSchienbein- und Wadenbeinmuskulaturdie Pronation (den äußeren Fußrand anheben) und Supination (den inneren Fußrand anheben)sowie die Plantarflexion(mit der Fußsohle Richtung Fußboden drücken) durchführen, kann durch das Pro- und Supinationstraining die Plantarflexion, die Abstoßphase beim Laufen und Springen verbessert werden.

Durch das Kräftigen der Pronatoren(Wadenbeinmuskeln, die den äußeren Fußrand anheben)kann dem Supinationstrauma (Umknicken des Fußgelenkes) entgegen gewirkt werden.

Spiegeltherapie:( www.Spiegeltherapie.com )

Die Spiegeltherapie ist eine Imaginationsstrategie (Vorstellungskraft), wobei der Patient lernt, sich bestimmte Bewegungen, z. B. des Fußes oder der Hand, bewusst vorzustellen, ohne diese zu bewegen. Der Spiegel bietet dem Patienten eine Möglichkeit die Bewegung der betroffenen Seite im Spiegel, zu sehen. Diese Technik scheint bestimmte Hirnareale zu aktivieren, die einen positiven Einfluss auf das Körperschema und die Bewegungsprogrammierung haben.

Definition: „Gehen“, Gehschule.

Gehen ist ein wechselseitiges Belasten der Füße, ein balancieren auf einem Fuß im Einbeinstand, gegen die Schwerkraft.

Es gilt die Regel:

„Der Einbeinstand kommt vor dem Seitwärtsgehen und Seitwärtsgehen kommt vor dem Vorwärtsgehen“.

Folgendes trainieren:

Einbeinstand, als Koordination und Balance Übung.

Seitwärtsgehen

Vorwärtsgehen, von der Ferse über den Großzehenballen abrollen, mit den Zehen abstoßen um vorwärts zu kommen, erst die Zehen dann den Vorfuß anheben.

Rückwärtsgehen, von den Zehen über den Großzehenballen zu Ferse abrollen, erst die Zehen dann den Vorfuß anheben, mit der Ferse abstoßen, um rückwärts zu kommen.

 

Info zum Gehen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gangst%C3%B6rung = Gangstörungen

http://de.wikipedia.org/wiki/Gehen = Gehen

http://de.wikipedia.org/wiki/Laufsport = Laufen

Haben Sie noch fragen, dann rufen Sie gerne an oder senden eine Mail.

Mit freundlichem Gruß                    Bernhard Ginten

PS:Um die Links zu öffnen bitte den Link anklicken, danke.

HINWEIS:

Bei einer schweren Peroneusparese kann das Hebegewicht von 1,1 kg zu schwer sein.


Darum biete ich auf Anfrage Trainingsgeräte mit einer Hebevorrichtung aus Aluminium an. Es beträgt dann das Hebegewicht 390 gr..

Trainingsgeräte Vertrieb
Bernhard Ginten - Isern Porte 41 - 26871 Papenburg
Telefon: 04961-74168 oder 0173-9346537
E-Mail: info@ginten-fusstrainer.de